Die Systeme der Industriellen Produktion, die Schnelligkeit und die starke Wettbewerbsfähigkeit sind Schlüsselfaktoren im Erfolg des Holzbaus in Schweden. Laut Niclas Svensson, Leiter der schwedischen holzbaufördernden Kanzlei Träbyggnadkansli, haben die Lösungen und Systeme der industriellen Produktion Holzbau sehr Wettbewerbsfähig gemacht und den Anteil vom Holzbau am Bauen von mehrstöckigen Häusern auf 20 Prozent gesteigert. „Neben dem Holzmaterial ist auch das industrielle Produktionssystem, mit dem leichtgewichtiges und umweltfreundliches Bauen aus erneuerbaren Materialien zu einem Wettbewerbsfähigen Preis ermöglicht wird, ausschlaggebend“, fasst Svensson zusammen. Als Wachstumsmotor des Holzbaus sieht Svensson die Gemeinden. Der durch sie bestellte soziale Wohnungsbau repräsentiert die Hälfte des ganzen mehrstöckigen Hausbaus in Schweden.
In der finnischen Förderagentur für Technologie und Innovation (Teknologian ja innovaatioiden kehittämiskeskus) Tekes laufen mehrere Programme zur Entwicklung der Geschäftstätigkeiten der Bauindustrie. „Der Grund für Tekes an dem Entwickeln des Holzbaugeschäftes teilzunehmen ist die Vielfalt der Bauindustrie zu erweitern“, sagt Geschäftsbereichsleiter Reijo Kangas. Die gemeinsamen Nenner der Programme sind Energieeffizienz, Ökologie und die, durch digitale Informationstechnologie, ermöglichten Dienstleistungen. Laut Kangas strebt Tekes an die laufende systemische Wandlung der Bauindustrie sowie den Markteintritt für Innovationen und die Dienstleistungsproduktion der Bauindustrie zu ermöglichen.
Die Initiative der der Holzproduktindustrie für ein einheitliches Bemessungs- und Verbindungssystem im Holzelementbau, RunkoPuuElementtiSysteemi (PES) genannt, ist in der Endphase und für Interessierte verfügbar. Bis jetzt war das Fehlen eines einheitlichen Systems eine Hürde für die Entwicklung des industriellen Holzbaus. „Der einheitliche Standard beseitigt eine bedeutende Schwäche der Branche“, meint Geschäftsführer von Puuteollisuus ry. Mikko Viljakainen. Markku Karjalainen, Entwicklungsleiter des Holzbauprogramms des finnischen Ministeriums für Beschäftigung, glaubt, dass der offene Standard den Durchbruch des industriellen Holzbaus beschleunigen wird.
According to Professor Matti Kairi of Aalto University, in Europe there have been positive experiences about the health effects of wood construction. Wood is seen as part of good resident-centred architecture and living environments. ”Wood is considered aesthetically beautiful and calming, at its best a material that is beneficial to care work,” says Kairi. The impact of wood and forests on the human mind has been researched surprisingly extensively in different parts of the world. Japan and Norway have done thorough research, according to which it can be said that wood has a positive psychological effect. Architecturally harmonious solutions, a restful palette of colours, a pleasant living environment and wood as a building material stimulate aesthetic pleasure, increase the feeling of calmness and thus make people feel good.
Sieben Kilometer entfernt vom Stadtzentrum wird eine neue Kleinstadt namens Vuores für 13 000 Einwohner gebaut. Die Stadt Tampere hat dem Projekt als ehrgeiziges Ziel gesetzt das Bauen der Zukunft durch die Verbindung von hochwertiger Architektur, Ökologie betonende Bauweisen, Gemeinsamkeit, Spitzentechnologie und die Nähe der Natur zu verwirklichen. Als Teil des Vuores-Projekts wird eine moderne Kleinstadt mit dem Namen Isokuusi für 4000 Einwohner gebaut.
Die Stadt Espoo, das finnische Ministerium für Beschäftigung und Wirtschaft und die Aalto-Universität entwickeln den Holzbau weiter. Das Ziel ist Wissenschaft, Technologie, Design und Architektur mit dem Bauen einer energieeffizienten Zukunft zu verbinden.
Der für Finnlands Klimapolitik zuständige Minister für Umwelt Ville Niinistö meint, es ist notwendig fürs Bauen Lösungen mit größeren Material- und Ressourceneffizienz zu finden. Das Betonbau, das aus dem Sicht des Verbrauchs der Naturressourcen eine große CO2-Fussabdruck verursacht, ist bald am Ende, meint Minister Niinistö. Wenn man an die Klimaziele denk, muss auch in der Bauindustrie der Übergang zu den emissionsarmen Materialien vorgenommen werden. Niinistö meint, dass das Holzbau als Übergang zu dem nachhaltigen Konsum ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten der grünen Wirtschaft ist. Neben der Verwirklichung der Klimaziele wirkt das zuwachsende Holzbau auch sehr auf die Produktentwicklung, den Export und die Beschäftigung. Wir könnten hier in Finnland das Holzbau zum Schaufenster der modernen Stadtplanung für die andere Länder aufbauen und mit dieser Weise den Export der Baukompetenz fördern, schlägt der Minister Niinistö vor.
Die Interessenvertretung des Verbandes der finnischen Holzproduktindustrie (Puutuoteteollisuus) wird seit Anfang des Jahres von Rakennusteollisuus wahrgenommen, dem Verband der finnischen Bauindustrie. Der Geschäftsführer von Puutuoteteollisuus ry, Mikko Viljakainen, weist darauf hin, dass die Bauindustrie vor einem großen Umbruch stehe. EU- und nationale Vorschriften, der Klimawandel sowie Energie- und Materialeffizienzauflagen werden in Zukunft große Herausforderungen an das Bauen stellen. „Wir können uns nicht vorstellen, dass die Einführung der neuen Regelungen dem Baustoff Holz gerecht wird, doch halten wir es für wichtig, dass Holz als ökologisches und erneuerbares Material berücksichtigt wird“, betont Viljakainen.
Das Verbinden von Architektur und Design mit umweltbewusstem und energieeffizientem Bauen wird immer mehr zum Hauptthema des finnischen Holzbaus. „Wir sind bekannt für unsere Wälder, für unsere Architektur und für hochwertiges Design. All dies könnten wir jetzt im Holzbau miteinander verbinden“, betont der Leiter des strategischen Programms für den Forstsektor Sixten Sunabacka vom finnischen Wirtschaftsministerium. Der Holzbau kann als treibende Kraft für die Erneuerung des Forstsektors dienen. Mit modernem Holzbau und Holzprodukten können wir der finnischen Bevölkerung ein konkretes Bild von den Möglichkeiten unserer erneuerbaren natürlichen Ressourcen vermitteln, in das sich auch Holzfasermaterialien wie intelligente Verpackungen und Holzverbundwerkstoffe einbeziehen lassen. Hieraus wiederum können sich ganz neuartige Unternehmens- und Dienstleistungstätigkeiten ergeben.
Sitra ist eine Jubiläumsstiftung für die Unabhängigkeit Finnlands, die dem finnischen Parlament unterstellt ist. Die Stiftung finanziert Projekte, deren Ziel es ist, neue Handlungsmodelle zu finden und Geschäftstätigkeiten zu fördern, die auf dauerhaften Wohlstand abzielen. Sitra hat eine zentrale Rolle bei der Entwicklungsarbeit für das energieeffektive und nachhaltige Bauen in Finnland eingenommen. „Sitra fördert und verwirklich für seinen Teil Projekte, bei denen deutlich wird, dass große Veränderungen beim Bauen möglich sind“, erläutert Jukka Noponen, Leiter des Energieprogramms bei Sitra. Die Stiftung ist an Demoprojekten beteiligt und nimmt Einfluss auf die Ausarbeitung von Bauvorschriften, die für das nachhaltige Bauen förderlich sind. Laut Noponen sollte von einem umfassenden Nachhaltigkeitsdenken gesprochen werden, das die Materialeffektivität, die Energieverwendung sowie die Lebensumgebung und Lebensweisen des Menschen mit einbezieht.

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