Das Luukku-Haus ist sowohl für das kalte Klima im Norden als auch für das warme Klima in Südeuropa konzipiert worden. Den Ergebnissen der Simulierungen zufolge ist es auf Jahresniveau in Finnland ein Nullenergiehaus und in Spanien ein Plusenergiehaus.

Das Haus ist eine moderne Interpretation von einem traditionellen finnischen Holzhaus. Ein Kriterium bei der Wahl der Baumaterialien war eine möglichst kleine Kohlenstoff-Fußspur. Gemäß der Lebenszyklus-Kalkulation hat das Luukku-Haus durch seine Herstellung 15 000 Kilogramm an Kohlendioxid-Emissionen verursacht, aber in seinen Bauteilen sind 26 000 kg Kohlendioxid gespeichert. Über 75 % der Baumaterialien sind regenerative Materialien.

Im Gebäude ist Holz in vielseitiger Weise verwendet worden, zum Beispiel in der luftdichten Schale aus Bretterschichtplatten, in den Zellulose-Dämmungen, den Fachwerk-Konstruktionen der Außenhülle, in der gebürsteten Holzverkleidung und den geleimten Holz-Glas-Türen. Von einigen Holzprodukten sind spezielle Anwendungen erstellt worden. So besitzen zum Beispiel die Einrichtungsplatten ein spezielles Profil und dienen dazu, auf die Luftfeuchtigkeit im Inneren ausgleichend zu wirken.

Sämtliche Energie, die im Gebäude verbraucht wird, wird von Solarmodulen und Sonnenkollektoren auf dem Dach erzeugt. Die Konstruktionslösungen und -typen, die Öffnungen in den Wänden und die schattenspendenden Elemente sind im gesamten Planungsprozess auf der Basis der Energieniveau-Simulierung konzipiert worden. Das Ziel war, möglichst energieeffiziente Lösungen zu ermitteln, ohne Abstriche am Wohnkomfort und an der Helligkeit der Innenräume zu machen.

Der Energieverbrauch und die Energieerzeugung des Gebäudes, die physikalische Funktionsfähigkeit der Baukonstruktionen, eventuelle Störungen und die Innenluft werden durch kontinuierliche Messungen erfasst und reguliert. Die diesbezüglichen Daten werden über eine Internet-Schnittstelle weitergeleitet.

Energieeinsparungen und erfindungsreiche Lösungen

Sämtliche Energie, die im Gebäude verbraucht wird, wird von Solarmodulen und Sonnenkollektoren auf dem Dach erzeugt. Die Konstruktionslösungen und -typen, die Öffnungen in den Wänden und die schattenspendenden Elemente sind im gesamten Planungsprozess auf der Basis der Energieniveau-Simulierung konzipiert worden. Das Ziel war, möglichst energieeffiziente Lösungen zu ermitteln, ohne Abstriche am Wohnkomfort und an der Helligkeit der Innenräume zu machen. Der Energieverbrauch und die Energieerzeugung des Gebäudes, die physikalische Funktionsfähigkeit der Baukonstruktionen, eventuelle Störungen und die Innenluft werden durch kontinuierliche Messungen erfasst und reguliert. Die diesbezüglichen Daten werden über eine Internet-Schnittstelle weitergeleitet.

Bei der Planung der Gebäudehülle war man bestrebt, Wärmelecks zu minimieren. Die Mittel hierzu waren eine luftdichte Plattenhülle, dichte Dämmschichten sowie eine sorgfältige Planung und Ausführung der Details. Die Öffnungen in der Gebäudehülle sind realisiert worden mit vierfachen Thermoglas-Elementen, die sich mit dem Bretter schichtholzskelett überlappen, sowie mit thermisch getrennten Lüftungsfenstern und Fenstertüren, bei denen die äußere Glasscheibe mit dem Holzrahmen verleimt ist. Das Ziel hat darin bestanden, eine möglichst gute Wärmedämmfähigkeit zu schaffen und Kältebrücken zu vermeiden.

Das Luukku-Haus ist eine Frucht multidisziplinärer Zusammenarbeit. Mit dabei waren bis zu einhundert Lehrkräften, Wissenschaftlern und Studenten von den drei Hochschulen, die zur Aalto-Universität gehören. Die Realisierung des Gebäudes wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung durch die Holzproduktindustrie und diverse haustechnische Unternehmen. Der Hauptgeldgeber ist der finnische Innovationsfonds Sitra, und das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Wohnungsministers Jan Vapaavuori.

Das Luukku-Haus hat in Madrid an dem internationalen Wettbewerb Solar Decathlon Europe 2010 teilgenommen. Ihn diesem Zehnkampf für energieeffizientes Bauen ist das Haus auf den zehnten Platz gekommen. Für seine Architektur hat es den ersten Preis bekommen und für nachhaltige Lösungen eine ehrenhafte Erwähnung. Im Frühjahr 1022 wird das Haus zur Ferienwohnungsmesse nach Mäntyniemi gebracht.

Finnische Holzpreis 2010

Projekt in Kürze
Lage: 
Espoo, Madrid, Mäntyharju